Vom ehemaligen Kindergarten zum Külz-Treff
Vom ehemaligen Kindergarten zum Külz-Treff: Eine neue Chance für das Quartier
Mit dem ehemaligen AWO-Kindergarten „Kinderland“ verbinden viele Brand-Erbisdorfer persönliche Erinnerungen. Nach der Schließung der Einrichtung stellte sich deshalb die Frage: Was passiert künftig mit dem Gebäude? Inzwischen zeichnet sich eine konkrete neue Nutzung ab.
Aus dem ehemaligen Kindergarten in der Dr.-Wilhelm-Külz-Straße soll der Külz-Treff entstehen – ein soziokulturelles Jugend- und Freizeitzentrum.
Im Juni 2026 hat der Stadtrat weitere Bauleistungen vergeben. Unter anderem wurden Maler- und Bodenbelagsarbeiten beauftragt.
Damit nimmt die Umgestaltung zunehmend konkrete Formen an.
Vorhandene Gebäude sinnvoll weiterverwenden
Grundsätzlich halte ich die Nachnutzung vorhandener kommunaler Gebäude für richtig. Für einen Külz-Treff war zwischenzeitlich auch die ehemalige Kaufhalle im Gespräch. Die dafür kalkulierten Investitionen von mehr als 1,5 Millionen Euro waren allerdings erheblich.
Ein bereits vorhandenes kommunales Gebäude sinnvoll weiterzuentwickeln, kann deshalb sowohl wirtschaftlich als auch städtebaulich die bessere Lösung sein.
Leerstand wird vermieden und ein vorhandener Standort bekommt eine neue Perspektive.
Ein Gebäude allein schafft noch keinen Treffpunkt
Entscheidend wird allerdings nicht nur sein, wie das Gebäude nach dem Umbau aussieht. Entscheidend ist, was darin passiert.
Ein echter Külz-Treff sollte Menschen unterschiedlicher Generationen zusammenbringen. Jugendliche brauchen dort ebenso ihren Platz wie Familien, Senioren, Vereine und soziale Angebote.
Denkbar wären beispielsweise:
- Jugend- und Freizeitangebote
- Beratungsangebote
- Bildungs- und Kulturveranstaltungen
- Vereinsangebote
- generationsübergreifende Projekte
- niedrigschwellige Treffmöglichkeiten
- Räume für Initiativen aus der Stadt
Gerade in einer älter werdenden Gesellschaft gewinnen Begegnungsorte an Bedeutung.
Gleichzeitig müssen wir jungen Menschen Gründe geben, sich in ihrer eigenen Stadt wohlzufühlen und hier aktiv zu werden.
Frühzeitig über die Nutzung sprechen
Deshalb sollte parallel zum Umbau ein dauerhaft tragfähiges Nutzungskonzept entwickelt werden.
- Dabei müssen beispielsweise folgende Fragen beantwortet werden:
- Wer nutzt das Gebäude regelmäßig?
- Welche Angebote sollen dort stattfinden?
- Wie können Vereine und Initiativen eingebunden werden?
- Wie werden Jugendliche selbst an der Gestaltung beteiligt?
- Und wie werden Betrieb und laufende Kosten langfristig organisiert?
Wenn diese Fragen überzeugend beantwortet werden, kann aus dem ehemaligen Kindergarten weit mehr entstehen als nur ein saniertes Gebäude.
Dann kann der Külz-Treff tatsächlich zu einem neuen sozialen Mittelpunkt im Quartier werden.







