Straßen in Brand-Erbisdorf: Sanieren statt nur reparieren
Straßen und Infrastruktur: Investitionen, die man jeden Tag merkt
Ring der Einheit, Glück-Auf-Ring und Albertstraße: 2026 wird an mehreren Stellen in die Infrastruktur unserer Stadt investiert. Das ist notwendig – doch langfristig brauchen wir mehr als einzelne Sanierungsprojekte.
Straßen, Gehwege, Wasserleitungen und Kanäle gehören vielleicht nicht zu den spektakulärsten Themen der Kommunalpolitik. Für das tägliche Leben in einer Stadt gehören sie aber zu den wichtigsten.
Genau deshalb waren Straßen- und Tiefbaumaßnahmen in mehreren Stadtratssitzungen des Jahres 2026 ein wichtiges Thema.
Bereits im März vergab der Stadtrat die Bauleistungen für die Sanierung des Ringes der Einheit. Im Juni begannen dort die Arbeiten. Neben der Straße und den Fußwegen werden auch Leitungen erneuert.
Doch der Ring der Einheit ist nicht das einzige Projekt.
Auch im Ortsteil Langenau beschäftigt sich die Stadt mit dem Glück-Auf-Ring. Im Juni musste der Stadtrat zusätzliche Mittel sowohl für die Straßensanierung als auch für die Ertüchtigung des Regenwasserkanals bereitstellen.
Hinzu kommt die Albertstraße. Dort werden Trinkwasserleitung und Mischwasserkanal koordiniert erneuert. Gerade dieses abgestimmte Vorgehen ist wichtig. Wenn eine Straße ohnehin geöffnet wird, sollte möglichst vermieden werden, dass sie wenige Jahre später wegen einer anderen Leitung erneut aufgerissen werden muss.
Nicht erst handeln, wenn nichts mehr geht
Brand-Erbisdorf verfügt über ein umfangreiches Netz aus Straßen, Gehwegen, Kanälen und weiterer kommunaler Infrastruktur. Vieles davon ist inzwischen Jahrzehnte alt.
Wenn notwendige Instandhaltung immer weiter verschoben wird, entstehen am Ende häufig deutlich höhere Kosten.
Deshalb brauchen wir neben großen Einzelprojekten eine dauerhafte Strategie für die Erhaltung unserer kommunalen Straßen und Wege.
Aus meiner Sicht sollten dabei drei Grundsätze gelten:
Erhalten vor grundhaftem Neubau
Rechtzeitige Reparaturen und Sanierungen können verhindern, dass aus kleineren Schäden später teure Komplettmaßnahmen werden.
Baumaßnahmen besser koordinieren
Bevor eine Straße grundhaft saniert wird, sollten Wasser, Abwasser, Energie, Telekommunikation und weitere Leitungsträger gemeinsam prüfen, welche Arbeiten gleichzeitig notwendig sind.
Prioritäten transparent machen
Die Bürger sollten nachvollziehen können, welche Straßen besonders sanierungsbedürftig sind und welche Maßnahmen für die kommenden Jahre vorgesehen werden.
Eine öffentlich nachvollziehbare Prioritätenliste könnte dabei helfen.
Infrastruktur ist eine Daueraufgabe
Gute Infrastruktur entsteht nicht durch ein einzelnes Großprojekt. Sie entsteht durch kontinuierliche Pflege und eine langfristige Investitionsstrategie.
Gerade angesichts begrenzter kommunaler Haushaltsmittel müssen wir deshalb frühzeitig handeln, Prioritäten setzen und vorhandene Mittel möglichst effizient einsetzen.
Denn am Ende betrifft eine funktionierende Infrastruktur jeden von uns – jeden Tag.






